Fragen und Antworten zum hydraulischen Abgleich

Allgemeine Fragen

Entspricht der hydraulische Abgleich nach myWarm Verfahren A (Regelleistung) oder Verfahren B (Premiumleistung) der VdZ-Fachregel?

Das myWarm-Verfahren zum hydraulischen Abgleich entspricht den normativen Anforderungen, wurde vom ITG Dresden geprüft und dem Verfahren B des VdZ gleich- und in einigen Aspekten bessergestellt. Das Gutachten stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Welche Methode wendet der hydraulische Abgleich nach myWarm an?

Der hydraulische Abgleich von myWarm arbeitet nicht mit theoretischen Annahmen, sondern basiert zu 100 % auf Temperaturmessungen.

Wie funktioniert das myWarm-Verfahren im Detail?

Der hydraulische Abgleich von myWarm misst und vergleicht die tatsächlichen Temperaturen an jeder Heizfläche, bei jeder Pumpe und in jedem Raum in kontrollierten stationären Versorgungszuständen. Verglichen werden dabei die Mitteltemperaturen aller Heizflächen und die Raumtemperaturen in Räumen gleicher widmungsabhängiger Normraumtemperatur (z. B. Wohnräume, Gänge, Bäder). Die Temperaturen bei den Pumpen werden ebenfalls laufend beobachtet. In normgerecht errichteten Anlagen wurden und werden Dimension und Leistungsfähigkeit (Norm-Leistung) jeder Heizfläche anhand einer für alle gleichen Vor- und Rücklauftemperatur bestimmt. Dies lässt den Umkehrschluss zu, dass die Heizflächen im Verhältnis zueinander mit der richtigen Wassermenge versorgt werden, wenn alle Heizflächen die gleichen Mitteltemperaturen (Mittel zwischen Vor- und Rücklauftemperatur) aufweisen.

Die Heizflächen für den jeweiligen Raum können in ihrer Leistung falsch dimensioniert sein, etwa durch Planungsfehler von Anfang an oder durch inzwischen erfolgte energetische Änderungen (z. B. Dachausbauten, neue Fenster, Dämmung der Fassade oder der obersten Geschoßdecke). Anhand der Raumtemperatur-Entwicklung in den gleich gewidmeten Räumen wird die jeweilige Über- oder Unterdimensionierung erkannt, die Versorgung korrigiert oder der Heizkörper zum Tausch empfohlen.

Die Heizflächen werden motorgesteuert und damit maximal präzise neu eingestellt, entweder über das bereits vorhandene voreinstellbare Thermostatventil oder eine Ventilhubbegrenzung.

Aus der Korrelation sämtlicher Daten auch mit der Witterung werden Durchflussmengen, Heizlasten, Anschlusswert und Heizkurve ermittelt. Aus den relevanten Daten wird ein Protokoll zur Dokumentation und als Nachweis erstellt.

Welche Vorteile bietet der vollständige Aufbau eines hydraulischen Abgleichs auf Temperaturmessungen wie bei myWarm?
  1. Der Temperaturverlust im Verteilsystem am Weg vom Kessel zu den einzelnen Heizflächen wird bei der Einstellung der Durchflussmengen berücksichtigt.
  2. Leistungsmindernde Einbausituationen von Heizflächen werden berücksichtigt.
  3. Schwachstellen, Funktionsfehler und hydraulische Fehler im System werden erkannt.
  4. Die richtige Zuordnung jeder Heizfläche zur versorgenden Pumpe erfolgt messtechnisch und 100 % verlässlich unabhängig von Plänen.
  5. Mit dem Mess- & Einstellprotokoll steht ein messtechnischer Nachweis der entsprechenden Versorgung in Verbindung mit den dokumentierten Einstellungen aller Komponenten in einer hydraulischen Volllast-Situation (= alle Heizflächen sind im Vollbetrieb) als belastbarer Nachweis und Dokumentation einer optimal eingestellten Anlage zur Verfügung.
Mit welcher Energie-Ersparnis ist zu rechnen?

Der digitale, temperaturbasierte hydraulische Abgleich von myWarm ist technischer Spitzenreiter in der Branche, denn er senkt den Energieverbrauch im Schnitt um 18 %, in Spitzen um bis zu 35 % (Branchenschnitt: 7–12 %).

Wie oft muss ein hydraulischer Abgleich einer Heizungsanlage wiederholt werden?

Solange keine Änderungen an der Heizungsanlage vorgenommen werden, ist in einem hydraulisch korrekt abgeglichenen Heizsystem kein weiterer hydraulischer Abgleich nötig.

In welcher Jahreszeit ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs am sinnvollsten?

Der hydraulische Abgleich von myWarm kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Die Heizungsanlage muss weder abgeschaltet noch das Heizwasser abgelassen werden. myWarm gleicht generell im laufenden Betrieb ab, egal ob Wohngebäude, Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheime oder Nichtwohngebäude.

Für Schulen bieten sich die Ferien an. Auch Büro- und Verwaltungsgebäude, Feuer- und Rettungswachen, Polizeikommissariate, Kultureinrichtungen, Gewerbehöfe, Hochschulimmobilien und andere Zweckgebäude werden gerne während der ruhigeren Urlaubssaison im Sommer abgeglichen.

Ist es möglich, dass ein hydraulischer Abgleich keine Energie-Ersparnis mit sich bringt?

In seltenen Fällen ist das möglich. Etwa wenn es in einem Gebäude Heizkörper gibt, die bisher überhaupt nie funktioniert haben. Wenn diese durch den hydraulischen Abgleich erstmals ihre Funktion aufnehmen und Wärme abgeben, kommen diese Kosten neu auf die Heizrechnung dazu und können die Einsparungen durch die Optimierung reduzieren.

Kann der Einbau eines Thermostats einen hydraulischen Abgleich ersetzen?

Nein. Ein Thermostat regelt die Ventilöffnung nach der Differenz zur umgebenden Raumtemperatur. Je größer diese Differenz ist, desto weiter öffnet das Thermostat das Ventil. In einer morgendlichen Aufheizphase sind so meist alle Ventile komplett geöffnet und ohne hydraulischen Abgleich kommt es zu Unter- und Überversorgung von Heizflächen. Dadurch bleiben manche Räume länger kalt und andere werden wärmer als nötig. Da das Wasser in den überversorgten Heizflächen zu rasch durchfließt, bleiben die Rücklauftemperaturen hoch und reduzieren den Effizienzgrad bei der Erzeugung. In der ideal eingestellten Anlage ist die Vorlauftemperatur über die Heizkurve optimal auf das Gebäude und die Raumtemperatur eingestellt und die Heizkörperthermostate bleiben ohne Sonneneinstrahlung immer geöffnet.

Wie sehe ich einer Heizungsanlage an, ob sie einen hydraulischen Abgleich braucht oder nicht?

Im Zuge der Durchführung eines hydraulischen Abgleichs nach myWarm kann auf Basis der Messwerte ein fehlender oder mangelhafter hydraulischer Abgleich nachgewiesen werden.

Vorab können folgende Situationen Anzeichen dafür sein, dass ein hydraulischer Abgleich nötig ist:

  1. Geringe Spreizung (Differenz zwischen Vor- & Rücklauf) am Heizkreis
  2. Hohe Vorlauftemperatur
  3. Hoch eingestellte Pumpenleistung
  4. Geräuschbildung an Verteilleitungen und Ventilen
  5. Unterversorgte/zu kalte Räume und überversorgte/zu warme Räume
  6. Ungleichmäßige Aufheizung der Räume

In Deutschland ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs im Neubau und unter bestimmten Voraussetzungen auch im Bestand Pflicht. Details dazu finden Sie unter „Energiespar-Verordnung EnSimiMaV“.

Energiespar-Verordnung EnSimiMaV

Wer übernimmt die Kosten für den gesetzlich verordneten hydraulischen Abgleich?

Da es sich um eine Instandhaltungsmaßnahme handelt, trägt der Eigentümer bzw. der Vermieter die Kosten für den hydraulischen Abgleich.

Wie beweise ich die verordnungskonforme Durchführung des hydraulischen Abgleichs?

Sie erhalten von myWarm einen mehrseitigen, zum Nachweis anerkannten Prüfbericht.

Das BMWK spricht in der Energiespar-Verordnung EnSimiMaV davon, dass durch den hydraulischen Abgleich je nach Gebäude der Gasverbrauch um ca. 8 Kilowattstunden pro Quadratmeter (8 kWh/m2) gesenkt wird. Ist das ein realistischer Wert?

Das BMWK geht hier von einem aktuellen Durchschnittsverbrauch aller betroffenen Gebäude aus. Die Einsparung kann je nach aktuellem Verbrauch und vor allem je nach der Qualität des hydraulischen Abgleichs auch weit über dem Wert von 8 kWh/m2 liegen.

Installateur oder myWarm

Warum kann mein Haus- und Hof-Installateur nicht den hydraulischen Abgleich durchführen?

Gerade bei komplexen Fragestellungen ist der Weg zum Generalisten nicht immer der Königsweg zum Erfolg. Der Trend zur Spezialisierung ist in allen Branchen zu beobachten, da die Komplexität steigt – auch bei Heizungsanlagen und Energieeffizienz-Fragen. myWarm sieht sich als Spezialist und Partner der Installateure und Heizungsbauer. Es ist kein Entweder-oder. myWarm stellt ergänzend eine hochinnovative und zuverlässige Technologie für den hydraulischen Abgleich bereit. Der eventuell notwendige Tausch von Pumpen und Ventilen bleibt Hoheitsgebiet des Installateurs.

Was kann myWarm, was ein Installateur nicht kann?

Quantität: Mit dem myWarm-Verfahren lassen sich jede Art, Größe und Nutzung von Anlagen ohne besondere Vorbedingung erfolgreich hydraulisch abgleichen. Das technische Limit ist mit 2.000 Heizflächen im gleichen Heizkreis beinahe unbegrenzt. Deshalb haben sich beispielsweise die Wiener Hofburg und viele andere Betreiber großvolumiger Wohn- & Nichtwohnbauten für einen hydraulischen Abgleich nach myWarm entschieden.

Qualität: Unser Motto: Wenn Ihre Heizungsanlage Einspar- und Energieeffizienz-Potenzial hat, dann heben wir dieses Potenzial – und zwar nicht nur teilweise, sondern vollständig. Das gelingt durch das optimale Zusammenspiel unseres Teams mit tausenden Messdatenpunkten, die digital in unseren Algorithmen verarbeitet werden und ein hochpräzises und messtechnisch kontrolliertes Ergebnis schaffen.

Wie kann eine Zusammenarbeit zwischen meinem eigenen Handwerker-Team und myWarm aussehen?

Sie stellen uns den Kontakt zum Verantwortlichen Ihres Handwerker-Teams her und unser technischer Leiter stimmt mit diesem die Vorgehensweisen und Schnittstellen präzise ab. Dies umfasst nicht nur den handwerklichen Teil, sondern auch die kaufmännischen Freigabeanforderungen, sodass kein Puzzleteil im Gesamtbild fehlt und Sie sich selbst um nichts kümmern müssen.

Förderungen

Gibt es Förderungen für den hydraulischen Abgleich?

Der hydraulische Abgleich von myWarm ist von BAFA und KfW zur Förderung anerkannt. Hier finden Sie eine Übersicht über alle Förderungen. myWarm übernimmt auf Wunsch die Beantragung der Förderung für Sie.

(Diese FAQ-Liste wird sukzessive ergänzt.)